III. Evaluation der beteiligten Lehrkräfte 2002

Diese Auswertung steht im Winword-7.0/95-Format (409 KB) oder im Winzip 8.0 Format (65 KB) zum Downloaden zur Verfügung.


Die Prozentzahlen werden in Circa-Werten angegeben.

Insgesamt kamen 29 Rückmeldungen, wobei nicht alle beteiligten Lehrkräfte bzw. Schulen diesen Rückmeldebogen eingereicht haben.

Akzeptanz der Kolleginnen und Kollegen, die Prüfungen abzunehmen:



Wie viele Prüfungen haben Sie abgenommen? - Objektive Arbeitsbelastung

Rund 59% (17) Lehrkräfte nahmen mündliche und schriftliche Prüfungen, 12 Lehrkräfte ausschließlich mündliche Prüfungen ab. Äußerst großen Aufwand und hohe Bearbeitungszeiten durch die 'Doppelbelastung' der Korrektur der schriftlichen sowie der Abnahme der mündlichen Prüfungen ergaben sich in vier Fällen (1 x 19, 1 x 29, 1 x 33, 1 x 40). Ansonsten wurden die schriftlichen, insbesondere jedoch die mündlichen Prüfungen (im Durchschnitt 10) relativ ausgeglichen auf die Lehrkräfte der entsprechenden Schulen verteilt. Zur Reduzierung der teilweise sehr hohen Belastung bietet es sich durch die detailliert angebotenen Lösungs- und Bewertungsvorschläge an, auch Fremdsprachenlehrkräfte in die Korrektur der schriftlichen Prüfungen einzubinden, die nicht unmittelbar in den entsprechenden Ausbildungsberufen / Berufsschulklassen unterrichten. Ein Anreiz dazu wäre sicherlich die Einführung von Prüfungsgebühren.

Die subjektiv empfundene Arbeitsbelastung hatte dabei allerdings nicht immer unmittelbar etwas mit der objektiven Belastung zu tun. Unter anderem scheint es auch damit zusammenzuhängen, ob

  • die Lehrkräfte mit 'Doppelbelastung' auch noch die Organisation vor Ort übernahmen,
  • die Prüfungen erstmals durchgeführt wurden.

Diese Punkte werden im Folgejahr im Fragebogen gesondert ausgewertet.


Subjektiv empfundene Arbeitsbelastung



Welche Bedeutung messen Sie mittlerweile den KMK-Fremdsprachenprüfungen zu?

Bei dieser Auswertung wurde einmal 'geringe' Bedeutung angegeben, da der betreffende Ausbildungsberuf kaum Kundenkontakte aufweist.


Auf welches Interesse sind die Prüfungen bei Ihren Schülerinnen und Schülern gestoßen?

Keine Angaben bzw. gedämpft / gering wurde vorwiegend von Kolleginnen und Kollegen angekreuzt, die persönlich dem Zertifikat als solches geringe / keine Bedeutung zumessen.



Welche Werbemaßnahmen wurden ergriffen, um das Zertifikat bekannt zu machen?

Hier waren Mehrfachantworten möglich. Hier zeigt sich, dass die Werbemaßnahmen sowohl für die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber als auch die Schülerinnen und Schüler nach wie vor ausgebaut werden sollten.

Persönliche Information an Schülerinnen und Schüler 19
Informationsblätter, Flyer an Schülerinnen und Schüler 5
Internetadresse angegeben 3
Plakate in der Schule 2
Vorstellung in der Fachkonferenz Englisch 4
Gespräche / Treffen mit Arbeitgeberinnen / Arbeitgeber 8
Presseartikel 1
keinerlei Werbung 1
keine Antwort 5



Wie stehen Sie zu einer Finanzierung der Zertifikate über die Erhebung einer Prüfungsgebühr?

  1. 17 Lehrkräfte finden die Finanzierung über eine Prüfungsgebühr gut / angemessen / wichtig / sinnvoll. Begründungen waren u.a.:
    • Aufwertung der Prüfung insgesamt;
    • höhere Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler;
    • sinnvoll für eine angemessene Honorierung der Leistungen der Kolleginnen / Kollegen.
    • Dabei schränken einige Kolleginnen / Kollegen ein:
      • Vier Lehrkräfte fordern einen für die Schülerinnen und Schüler erschwinglichen 'angemessenen' Preis (circa 10 Euro) - Anmerkung der Leitung: Dies wird bei der Berechnung einer Lehrerstunde aufgesplittet für alle Prüfungsteile nicht haltbar sein.
      • Eine Lehrkraft möchte diese Gelder auch dafür nutzen, Farbdrucke für die Zertifikate zu verwenden bzw. die Vergabe der Zertifikate in einem festlicheren Rahmen gestalten zu können - Anmerkung der Leitung: Dies wird bei der Berechnung einer Lehrerstunde aufgesplittet für alle Prüfungsteile für diese Zwecke nicht haltbar sein.
  2. Drei Lehrkräfte vertraten eine ambivalente Haltung. Positiv wird die höhere Wertschätzung des Zertifikats gesehen, negativ die große finanzielle Belastung der Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich wird ein Rücklauf der Anmeldungen befürchtet. Dies erforderte mehr Werbung und vor allen Dingen größere Akzeptanz bei und Unterstützung von den Betrieben.
  3. Sieben Lehrkräfte fanden die Einführung von Prüfungsgebühren unangemessen / bedenklich, u.a. da dies zwangsläufig zu sinkendem Schülerinteresse führe.

Interessant ist, dass sich im Vergleich zu 2001 die Zahl der Kolleginnen und Kollegen, die sich für die Erhebung von Prüfungsgebühren aussprechen, verringert hat bzw. die Zahl derjenigen mit ablehnender Haltung gegenüber einer Erhebung von Prüfungsgebühren stark gestiegen ist, trotz objektiv und subjektiv zum Teil sehr hoch empfundenen Belastungen.




Erfuhren Sie für die Abnahme der freiwilligen Prüfungen eine (Stunden)entlastung?

Falls ja, in welcher Form?

  • 1 x 1 Std. Mitglied der AG
  • 2 x je halbjährliche Entlastung 1 Std.
  • 1 x 1 Entlastungsstunde
  • 1 x Ausfall des regulären Unterrichts
  • 1 x Minusstunden werden verrechnet
  • 1 x Vertretung während der mündlichen Prüfungen
  • 1 x ohne Angabe





Zurück zur Startseite Evaluation

Zurück zur Evaluation 2002

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Zurück zur Startseite

©   webgestaltung   Margit Müller    -    letzte änderung   -     2011-03-10